Ein Schelm, wer böses dabei denkt...

(11.03.19) Emotional geführt und geschürt wird im Wahlkampf eine sehr populistische Diskussion um den Eistreff (siehe Medienkampagne SPD im Amtsblatt 7. März sowie BNN vom 8. und 9. März mit dem Leserbrief eines Karlsbader SPD-Genossen und etlichen redaktionellen Artikeln).

An ihrem eigentlichen Ziel haben Bürgermeister und seine Bauchredner von SPD, Bürgerliste und aktivem Fleckenhöhenverein noch nie ein Zweifel gelassen: es ist die immer gleiche „Vision“, die mit buchstäblich allen Mitteln durchgesetzt werden soll. Heute heißt deren Bauernfänger-Parole zur Abwechslung „die Fleckenhöhe für den Eistreff!“. Ein Investor oder Sponsor? Der würde doch den dahinter stehenden aberwitzigen Pseudoargumenten den Boden entziehen. Vom Bürgermeister/der Verwaltung eine „hüftsteife Investoren- und Sponsorensuche, die so gar nicht zum Kampf der Eistreffnutzer passt“? „Die Füße still gehalten“? Ein Schelm wer böses dabei denkt…

Eine Entscheidung gegen den Eistreff fällt jedem Gemeinderat sehr schwer. Jeder dort kennt die subjektiv-emotionalen Reaktionen von Eistreffnutzern. Aber auch die objektiven Fakten, nach denen am Ende entscheiden werden muss. Zum Beispiel:

  • betriebswirtschaftlich (“doppisch“) gerechnet war der Zuschussbedarf für den Eistreff im Haushaltsplan 2018 mit 578.250 € angesetzt (siehe HHP 2018 Seite 157; Einzelplan 5, Unterabschnitt 5640: Aufwand 673.350 € minus Einnahmen 95.100 €)
  • Der Anteil auswärtiger Besucher beträgt laut Kurverwaltung 91%, der aus Waldbronn und Karlsbad 9%. Der Waldbronner Besucheranteil? Fehlanzeige! Obwohl „9% minus x%“ ja äußerst einfach zu ermitteln wäre, sofern man die abgefragten Postleitzahlen auch auseinander halten kann.
  • Laut Kämmerer war beim Eistreff vom ersten Tag an klar, dass diese freiwillige Leistung nie kostendeckend betrieben werden kann (Bürgerversammlung vom Oktober). Aus seiner Schlussbetrachtung zum Nachtragshaushalt 2018: „...wäre bei unverändertem Festhalten an sämtlichen Aufgaben und Einrichtungen ohne Rücksicht auf die finanziellen Konsequenzen lediglich unklar, wann die (finanzielle) Handlungsunfähigkeit der Gemeinde verloren ginge und die kommunale Infrastruktur - mit allen Konsequenzen für die Bürger - verkommen würde."


Trau schau wem!" Viele weiterführende Infos und Links zum Eistreff und weiteren Themen finden Sie beim lokalen Mediendienst www.zukunft-waldbronn.de


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