Eigenwilliges Verständnis

(07.01.19) Beim Leitbild mitwirken, aber öffentlich immer wieder genau das Gegenteil dessen propagieren, was die eigene und die anderen Arbeitsgruppen erarbeitet haben. Oder sich im Leitbildprozess gar nicht erst beteiligen, aber dann etwas fordern, was in krassem Widerspruch zu ihm steht. Als Gemeinderat in der Haushaltsstruktur-Kommission gemeinsame Sparbeschlüsse erarbeiten, um diese danach in öffentlicher Gemeinderatssitzung abzulehnen oder Unterschriften gegen Mehrheitsbeschlüsse des eigenen Gremiums sammeln.

Sicher, das alles man kann machen. Allerdings bezeugt man damit ein eigenwilliges Verständnis von Politik und Gesellschaft. Demokratische Mehrheiten scheinen da genauso schnuppe wie

Fakten und Sachargumente. Und auch, dass man sich selbst aus der Gemeinschaft ausgrenzt, wenn man gegen deren übergreifenden Grundkonsens angeht. Der für Waldbronn ist in den Leitlinien des Leitbilds beschrieben. CDU, Freie Wähler und Grüne hatten ihn in ihrem gemeinsamen Antrag zur Fleckenhöhe vom Mai 2017 so auf den Punkt gebracht: die Unterzeichner „sehen keine Möglichkeit, wie die Gemeinde die Erschließung des Baugebiets realisieren kann, und zwar weder kurz-, noch mittel- oder langfristig.“

Die verquasten und haltlosen Pseudothesen der hartnäckigen Fleckenhöhen-Verfechter helfen bei der Gestaltung von Waldbronns Zukunft nicht weiter. Und sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die gemeinsam mit viel Engagement, Sachverstand und Herzblut das Leitbild erarbeitet haben. Es „ohne wenn und aber“ umzusetzen hatte der Bürgermeister einst angekündigt. Hätte er das ernst gemeint, dann gäbe es heute ganz sicher keinen SPD-Ableger namens „Aktive Bürger“.

Menschen, die wider alle Vernunft mit populistischen Strategien ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen, mögen ihre eigenen Beweggründe haben. Im obersten Gremium der Gemeinde brauchen wir Bürgervertreter, die sich an den Fakten orientieren, die die grundlegenden Wechselwirkungen der Kommunalfinanzen kennen und die sich zum Leitbild der Bürger bekennen.

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