+ + + VERÖFFENTLICHUNGSVERBOT IM AMTSBLATT + + +

(14.07.19) Zur Vollausgabe des Amtsblatts Waldbronn am 11. Juli hatten wir einen Textbeitrag vorgesehen und eingestellt. Was dann geschah können Sie folgendem Mailverkehr entnehmen:

 

Gesendet: Montag, 08. Juli 2019 um 16:20 Uhr
Von: "Bayer, Reinhold" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
An: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>, <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Cc: "Masino, Franz" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>, "Kraft, Andrea" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: Verstoß gegen das Redaktionsstatut für das Amtsblatt der Gemeinde Waldbronn

 

Sehr geehrter Herr Ehrle, sehr geehrter Herr Wicke,

Sie haben einen Artikel für das kommende Amtsblatt (Ausgabe 028/19) angelegt. Dieser verstößt gegen das Redaktionsstatut der Gemeinde Waldbronn. Bitte beachten Sie, dass laut 2.8 des Redaktionsstatuts „tages- und parteipolitische Beiträge sowie Beiträge, die gegen gesetzliche Vorschriften, die guten Sitten oder die Interessen der Gemeinde verstoßen“ ausgeschlossen sind. Unser Waldbronn ist zudem keine Partei oder Vereinigung des Gemeinderats, keine örtliche Partei oder Wählervereinigung. Daher finden die Punkte 2.3 und 2.5 des Redaktionsstatuts keine Anwendung auf Unser Waldbronn.

Unser Waldbronn könnte unter die Rubrik 2.4 fallen. Demnach können lediglich Veranstaltungshinweise oder sonstige kurze Nachrichten veröffentlicht werden. Der von Ihnen in der Ausgabe gewünschte Bericht fällt eindeutig nicht unter „sonstige kurze Nachrichten“, sondern unterliegt der Analogie nach dem Verbot nach 2.8 des Redaktionsstatuts. Vergangene Berichte haben wir bisher großzügig zugelassen, sofern sie nicht gegen die guten Sitten oder gesetzliche Vorschriften verstoßen haben. Diese Handhabe können wir aufgrund des geltenden Redaktionsstatuts leider nicht fortführen. Zudem möchte ich im Namen von Bürgermeister Masino darauf hinweisen, dass Sie in diesem Artikel einen persönlichen Angriff gegen ihn vornehmen, was in einem Amtsblatt keinen Platz hat und auch nicht dem Recht auf Meinungsäußerung, insbesondere im Amtsblatt einer Gemeinde widerspricht.

Wir bitten daher künftig die Vorgaben des Redaktionsstatuts zu beachten. Andernfalls werden wir die Beiträge auch künftig streichen müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Bayer

Gemeinde Waldbronn

Hauptamtsleiter

-----------------------------------

Von: Wofgang Ehrle [mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]
Gesendet: Montag, 8. Juli 2019 21:35
An: Bayer, Reinhold <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: Amtsblatt

 

Sehr geehrter Herr Bayer, 

ich bedanke mich für Ihre E-Mail vom heutigen Nachmittag.

Nachvollziehen kann ich nicht Ihre Behauptung, der Artikel verstoße gegen die guten Sitten. Sie haben auch kein bestimmtes Wort oder einen konnkreten Satz genannt, den Sie unten den Verstoß der guten Sitten subsumiert hätten. Das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden wird in keiner Faser unserer Artikels verletzt.

Wir haben nun versucht, herauszufinden, wo Ihre Kritik ansetzen könnte und den Artikel in einigen Punkten geändert und gehen davon aus, dass keine Einwände Ihrerseits mehr bestehen.

In Anlage überlassen wir Ihnen die neue Version unseres Artikels für das Amtsblatt KW 28 und haben diesen eingestellt.  

 

Freundliche Grüße

Wolfgang Ehrle, Rechtsanwalt

1.Vorsitzender Bürgerinitiative UNSER WALDBRONN e.V.

-----------------------------------

Von: "Bayer, Reinhold" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Datum: 09.07.19 08:16 (GMT+01:00)

An: Wofgang Ehrle <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Betreff: AW: Amtsblatt

 

Sehr geehrter Herr Ehrle,

ich denke, es gab ein Missverständnis. Der Artikel verstoßt nicht gegen die guten Sitten, sondern entspricht zum einen aufgrund des Bezugs zu den tages- und parteipolitischen Themen, zum anderen wegen des Umfangs und Inhalts (Nachrichten von Vereinen und Organisationen à kurze Nachrichten, daher auch keine Meinungsäußerung) nicht den Vorgaben im Redaktionsstatut. Wir müssen aus Gründen der Gleichbehandlung bei den Veröffentlichungen im Amtsblatt auf die strikte Einhaltung des Redaktionsstatuts achten.  

Auch die kürzere Fassung widerspricht dem Redaktionsstatut. Ich empfehle Ihnen einen Hinweis auf Ihre ohnehin bestehende Homepage im Amtsblatt zu veröffentlichen. Das wäre erlaubt, sowie Hinweise, Termine und kurze Nachrichten. Ihr Artikel entspricht jedoch einer politischen Meinungsäußerung, welche den Fraktionen im Gemeinderat vorbehalten sind.

Ich bitte um Beachtung und danke für Ihr Verständnis.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Bayer

Gemeinde Waldbronn

Hauptamtsleiter

----------------------------------

Von: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gesendet: Montag, 8. Juli 2019 21:35
An: alle Gemeinderäte
CC: Bayer, Reinhold, Franz Masino

Betreff: Generelle Nicht-Veröffentlichung unter Berufung auf Redaktionsstatut des Amtsblatts

 

Sehr geehrte Damen und Herren des Waldbronner Gemeinderats,

nachfolgend lassen wir Ihnen unseren aktuellen Mailverkehr mit der Gemeindeverwaltung zukommen und bitten um Kenntnisnahme.

Wir gehen davon aus, dass diese im Vergleich zur bisherigen Praxis nun rigorose und dauerhafte Einschränkung der Möglichkeit für sämtliche Organisationen außerhalb der im Rat vertretenen Fraktionen zur Meinungsbildung beizutragen nicht im Sinne der Mehrheit des Waldbronner Gemeinderats ist - ähnlich der im Februar von der Verwaltung gewünschten massiven Ausdehnung des Veröffentlichungsverbots für sämtliche politischen Gruppierungen vor Wahlen.

Unser für die Amtsblattausgabe dieser Woche eigentlich zur Veröffentlichung vorgesehene Text ist zu Ihrer Info im Anhang beigefügt.

Die zunächst von der Verwaltung beanstandeten Textversion entspricht dem aktuellsten Beitrag (Anmerkung: nachfolgender Beitrag vom 07.07.) auf unserer Homepage www.unserwaldbronn.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Ehrle, Gert Wicke

PS: Wir freuen uns, wenn Sie diese Mail an Interessierte weiterleiten

---------------------------------------

 

 

Limitierte Ressourcen - auch bei Wählerstimmen

(07.07.19) Ab 10. Juli ist der neu gewählte Gemeinderat im Amt. Zu seinen größten Aufgaben gehört die weitere Haushaltskonsolidierung. Wunschdenken und subjektive Begehrlichkeiten helfen dabei nicht weiter, sondern nur Realismus, Vernunft und Verständnis für ökonomische und ökologische Zusammenhänge.

Dass eine breite Mehrheit der Waldbronner sich genau das wünscht, hat sie wieder mal an der Wahlurne gezeigt: Unterm Strich haben die Wähler im obersten Gremium der Gemeinde erneut für die satte 2/3-Mehrheit gesorgt, die sich um eine sachbezogene, besonnene und nachhaltige Politik bemüht. Ausgerichtet am Gemeinwohl, am Leitbild der Bürger und an den Herausforderungen von heute. Deren Bürgervertreter wissen nur zu genau, wie sehr Waldbronns Ressourcen limitiert sind. Die Entwicklungen und Erkenntnisse während der zurückliegenden Amtsperiode haben diese „Koalition der Vernunft“ gegen weitere Betonfluten in Waldbronn in ihrer Grundhaltung und ihren Argumenten weiter gestärkt.

Waldbronner wissen: das „kleine Erdbeben“ (BNN vom 28.05.) gab es nicht. Auch die neueste einer langen Reihe von Finten gewisser Waldbronner Kreise, die sich die Fleckenhöhe zur Beute machen wollten, ist gescheitert: Mit doppelter Stimmenfängerzahl auf gleich zwei Listen wollte man „getrennt marschieren, vereint zuschlagen“. Netter Versuch - viel mehr als eine interne Verschiebung der Stimmenanteile von der SPD zu ihrem Klon ist dabei nicht heraus gekommen. Trotz (sicherlich völlig selbstlosen!) „Gönnern“. Trotz tatkräftiger Hilfe des Bürgermeisters (eigentlich zu strikter Neutralität verpflichtet) und der Kurverwaltung. Trotz überzogenem Medienbohei und teurer Hochglanzwerbung mit Fake-news, Halbwahrheiten und grotesker Interpretation des Leitbilds. Waldbronns Ressourcen sind nun mal sehr limitiert. Auch hinsichtlich Wählerstimmen für eine einfältige und verantwortungslose Betonpolitik nach dem Gusto der einen oder anderen eingesessenen Bauhandwerkerfamilie.  

+ + + Fakten statt Fake-News: Viele weiterführende Infos und Links zu Waldbronns lokalpolitischen Schwerpunktthemen hemen finden Sie auch beim lokalen Mediendienst www.zukunft-waldbronn.de . Wer nichts weiß muss alles glauben. + + +

 

Realitätssinn, offenes Weltbild und Blick nach vorn wählen!

(22.04.19) Die Fakten zu Waldbronn liegen schon lange auf dem Tisch: dauerhafte Spitzeneinnahmen (gerade auch bei der Gewerbesteuer), trotzdem desolate Finanzen und eklatante Schulden. Ein lupenreines Ausgabenproblem, von unabhängigen Experten bestätigt. Die Pflichtaufgaben drängen und die Doppik kommt. Das gemeinsame Leitbild einer naturnahen und nachhaltigen Wohngemeinde. Der zulässige Verbrauch an Naturfläche bereits überschritten. Neue Baugebiete sind Kostenfallen für die Gemeinden (siehe Kostenentwicklung Rück2). Kein nennenswerter Flächenbedarf beim örtlichen Gewerbe. Jeder Gedanke an zusätzliche Gewerbesteuer auf der Fleckenhöhe angesichts üppiger Waldbronner Bodenpreise (siehe Rück2) völlig abwegig - schon gar nicht durch jene, die heute so laut danach schreien.

Betonfluten auf der Fleckenhöhe? Verkehrsinfarkt? Millionenteurer Ablasshandel mit Waldbronner Natur? Urbanisierung und der Verlust Waldbronner Identität? Mit verweigerter Haushaltskonsolidierung auf sicherem Weg in die Zwangsverwaltung? Wer zu so etwas verführen will muss wohl andere Ziele als das Gemeinwohl haben…

Logisch, dass eine breite Mehrheit von örtlicher Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das ablehnt! Alle wissen: heute sind neue, zeitgemäße Problemlösungen gefragt. Bei der Gemeinderatswahl wird auch wieder eine breite Mehrheit der Wähler zeigen, dass es für Waldbronn keine Rückwärtsentwicklung in längst vergangen geglaubte Zeiten geben kann.

Die Bürgerintiative „Unser Waldbronn e.V.“ können Sie am 26. Mai nicht wählen. Denn wir maßen uns nicht an, dauerhafte eigenständige politische Kraft sein zu wollen. Wir sehen unsere Ziele Nachhaltigkeit, Beteiligung und Transparenz im höchsten Organ der Gemeinde durch eine Mehrheit der Parteien und Wählergruppen vertreten. Durch jene mit Realitätssinn, offenem Weltbild und nach vorne gerichtetem Blick. Auf deren Listen kandidieren auch etliche unserer Mitglieder. Denn jede Stimme für eine gute, lebenswerte und enkelgerechte Zukunft unserer Heimatgemeinde zählt!

+ + + Fakten statt Fake-News: Viele weiterführende Infos und Links zum Kommunalwahlkampf und seinen Themen finden Sie auch beim lokalen Mediendienst www.zukunft-waldbronn.de . Wer nichts weiß muss alles glauben… + + +

Gleich drei mal NULL Gewerbesteuer!

(14.04.19) Als wär er eine tragende Säule der Gemeindefinanzen gewesen führt das SPD-Bürgerliste-Fleckenhöhenverein-Geflecht nun schon seit Jahren einen abgewanderten Getränkehandel an. So auch bei der Podiumsdiskussion des WS e.V. zur Kommunalwahl. Beispielhaft zeigte sich daran die Absurdität solcher an den Haaren herbeigezogenen Pseudoargumente:

Die Firma beansprucht ca. 3.500qm. Zu aktuellen Waldbronner Bodenpreisen (siehe Rück2) würde diese Fläche ca. 2,5 bis 3 Mio. kosten – betriebswirtschaftlich betrachtet völlig indiskutabel!

Hr. Bächlein von der CDU zeigte erneut auf, dass auch potentielle Gewerbesteuerzahler wegen absolut unwirtschaftlichen Wohn-Bodenpreisen natürlich dankend ablehnen würden. Und warum entsprechende Subventionen nie finanzierbar wären:

  • keine Gewerbeansiedlung = Null Gewerbesteuer auf dem Drittel der Fleckenhöhe, das in den Planspielen eigens dafür gedacht ist.
  • Das zweite Drittel wäre bekanntlich für gemeindliche Einrichtungen = Null Gewerbesteuer bei massiven Kosten.
  • Das dritte Drittel für Wohnen = Null Gewerbesteuer bei unabsehbaren weiteren Infrastrukturkosten.
  • Gleichzeitig Null Verkaufserlöse der Gemeinde, da sich Grund und Boden ja größtenteils in Privatbesitz befindet.

Aus ihrer Ich-Perspektive versuchte eine Vertreterin der bekennenden Fleckenhöhenverfechter „Aktive Bürger“ zu argumentieren: nach eigener Aussage gehe es ihr nicht um Zahlen und Statistiken, mit den sie aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds nicht vertraut sei und denen sie eh nicht vertraue, sondern um „grundsätzliches“. So führte sie z.B. die gewerblichen Interessen ihrer großen Familie in Waldbronn an. Oder dass eine Erschließung der Fleckenhöhe ökologisch sinnvoll sei.

Fr. Maier-Vogel/Grüne erinnerte daran, dass gemäß Umfrage bei Waldbronns Betrieben gar kein Bedarf an neuen Gewerbeflächen besteht. Sie verwies u.a. auf den hohen ökologischen Wert der Fleckenhöhe, gut ablesbar an den Ökopunkten, die in anderen Gemeinden teuer erkauft werden müssten (geschätzt ca. 2 Mio).

Mit klaren Worten zu Waldbronns leidigem, jegliche Diskussion überlagerndem Endlosthema brachte es Jürgen Volpp von den Freien Wählern auf den Punkt:"Die Erschließung der Fleckenhöhe wäre eine ökonomische und ökologische Katastrophe. Den Verkehrskollaps gäbe es gratis dazu“.

 

+ + +Trau schau wem!" Viele weiterführende Infos und Links zum Kommunalwahlkampf und seinen Themen finden Sie beim lokalen Mediendienst www.zukunft-waldbronn.de + + +

Fakten statt Fake-News bitte!

(02.04.19) Auf der Basis von Fakten - und somit auch dem Leitbild - bemüht sich eine breite politische Mehrheit um eine lebenswerte und enkeltaugliche Zukunft unserer Gemeinde. Andere verbreiten rosarote Zuckerwatte aus laienhaften Goldesel-Phantasien, die wohl ihren speziellen Ich-Perspektiven entstammen. Die Bauchredner von Maurern, Malern und Ähnlichen behaupten z.B. hartnäckig, das Leitbild sehe die Erschließung der Fleckenhöhe vor. Aber lesen Sie es so oft Sie wollen, hoch und runter: es steht nichts davon drin. Das Wort „Fleckenhöhe“ kommt darin an keiner Stelle vor, schon gar nicht deren Erschließung. Weder schnell noch langsam. Weder in den Leitlinien, noch in den Zielen oder Maßnahmen.

  • Nicht bei Infrastruktur, wo man vielmehr die Berücksichtigung derbegrenzten Ressourcen fordert. Synergien durch interkommunale Zusammenarbeit. Der Vorrang der Innenentwicklung. Oder objektive Kosten-Nutzen-Analysen zu allen Vorhaben.
  • Nicht bei Wirtschaft, die die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie, Kultur und sozialer Struktur wahren will. Falls sie nachweislich benötigt werden sollen Gewerbeflächen moderat und interkommunal ausgewiesen werden.
  • Nicht bei Bauen und Wohnen, wo man dasOrtsbild schützen und den Standortvorteil als durchgrünte Wohngemeinde sichern will.
  • Und nicht bei Umwelt: „Waldbronn geht mit der Umwelt und den Ressourcen wie Boden, Wasser und Energie nachhaltig um. Die vielgestaltige Natur- und Kulturlandschaft wird erhalten und weiterentwickelt.“

Die Aktiven bei der Erarbeitung des Leitbilds hatten sich aus vielen guten Gründen von den Einflüsterungsversuchen der Fleckenhöhen-Verfechter nicht beirren lassen. Genauso wenig wird sich eine breite Mehrheit von Waldbronns Wählerinnen und Wählern von rosaroter Zuckerwatte aus der Blase der Realitätsverweigerer beirren lassen.

+ + +Trau schau wem!" Viele weiterführende Infos und Links zum Kommunalwahlkampf und seinen Themen finden Sie beim lokalen Mediendienst www.zukunft-waldbronn.de + + +

Zu wessen Wohle?

(17.03.19) Seit das ehemalige Landschaftsschutzgebiet „Fleckenhöhe“ in den Flächennutzungsplan aufgenommen wurde versuchen die immer gleichen Hauptakteure mit allen Mitteln ihre Erschließung durchzusetzen. Einen konkreten Bedarf dafür gibt es nicht und gab es nie. Aber wen wunderts? Ein Neubaugebiet, so groß wie Neuer Heubusch, Rück1 und Rück2 zusammen, das wäre ein riesiger Kuchen zum Verteilen! Viele könnten sich ein Sahnestück davon abschneiden, z.B. Investoren, Planungsbüros, Erschließungsgesellschaften, Bauhandwerker und die Eigentümer der etwa 100 Flurstücke. Nur für die Gemeinde bliebe kein einziger Krümel übrig, ganz im Gegenteil: die müsste nach dem Festmahl noch den Abwasch machen!

Denn fragt man nicht Waldbronns selbsternannte Laien-Städteplaner und Amateur-Kämmerer nach ihren Fantasien, sondern anerkannte und unabhängige Experten nach den Fakten (z.B. vom Deutschen Institut für Urbanistik DIFU), wird ganz schnell klar:

Ein Schelm, wer böses dabei denkt...

(11.03.19) Emotional geführt und geschürt wird im Wahlkampf eine sehr populistische Diskussion um den Eistreff (siehe Medienkampagne SPD im Amtsblatt 7. März sowie BNN vom 8. und 9. März mit dem Leserbrief eines Karlsbader SPD-Genossen und etlichen redaktionellen Artikeln).

An ihrem eigentlichen Ziel haben Bürgermeister und seine Bauchredner von SPD, Bürgerliste und aktivem Fleckenhöhenverein noch nie ein Zweifel gelassen: es ist die immer gleiche „Vision“, die mit buchstäblich allen Mitteln durchgesetzt werden soll. Heute heißt deren Bauernfänger-Parole zur Abwechslung „die Fleckenhöhe für den Eistreff!“. Ein Investor oder Sponsor? Der würde doch den dahinter stehenden aberwitzigen Pseudoargumenten den Boden entziehen. Vom Bürgermeister/der Verwaltung eine „hüftsteife Investoren- und Sponsorensuche, die so gar nicht zum Kampf der Eistreffnutzer passt“? „Die Füße still gehalten“? Ein Schelm wer böses dabei denkt…

Eine Entscheidung gegen den Eistreff fällt jedem Gemeinderat sehr schwer. Jeder dort kennt die subjektiv-emotionalen Reaktionen von Eistreffnutzern. Aber auch die objektiven Fakten, nach denen am Ende entscheiden werden muss. Zum Beispiel:

  • betriebswirtschaftlich (“doppisch“) gerechnet war der Zuschussbedarf für den Eistreff im Haushaltsplan 2018 mit 578.250 € angesetzt (siehe HHP 2018 Seite 157; Einzelplan 5, Unterabschnitt 5640: Aufwand 673.350 € minus Einnahmen 95.100 €)

Waldbronn heute

(04.03.19) Waldbronn heute ist das Waldbronn der jungen Familien. Sie sind gebildet und weltoffen. Mit dem selbstverständlichen Wunsch nach einer guten, lebenswerten Zukunft in ihrer Heimatgemeinde für sie und ihre Kinder. Das zeigt sich auch immer wieder an Zuschriften, die uns erreichen. Stellvertretend zitieren wir aus einer dieser Mails:

„Es ist immer schön zu lesen, wie sehr sich Ihre Initiative für unseren Ort einsetzt. Gerade unter uns jüngeren Einheimischen ist das inzwischen auch ein Anliegen, in Anbetracht dessen, wie sich Waldbronn in solch einer Schnelligkeit entwickelt. Wir fragen uns auch, inwiefern man heute schon weitsichtig planen kann…Gerade in Hinsicht auf ein neues Gewerbegebiet. Können wir doch heute schon ziemlich ungebunden im Homeoffice oder von überall arbeiten und auch Firmen drängen immer mehr in diese Richtung. Brauchen wir dann überhaupt noch

Maulkorbpflicht ab 22. Februar?

(18.02.19) Vor Wahlen haben Parteien und Wählervereinigungen (zu denen das Bürgermeisteramt auch uns zählt, obwohl wir das nicht sind) laut geltendem Redaktionsstatut des Amtsblatts ein vier-wöchiges Veröffentlichungsverbot einzuhalten. Nun hat uns die Verwaltung informiert, dass der Gemeinderat am 27.02. über dessen Ausdehnung auf bis zu drei Monate befinden soll. Und dass schon im Vorgriff auf eine Entscheidung für das Amtsblatt vom 28.02. ein Veröffentlichungsverbot erlassen wurde.

Nach ersten Recherchen vermuten wir stark, dass §20 Abs.3 der Gemeindeordnung dahinter steckt: „Der Gemeinderat hat die Veröffentlichung von Beiträgen der Fraktionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums von höchstens sechs Monaten vor Wahlen auszuschließen“. Eine Mindestfrist ist jedoch nicht vorgegeben. Eine kleine Stichprobe bei anderen Gemeinden ergab dort Karenzzeiten zwischen 6 Wochen und 3 Monaten.

Warum es jetzt zu dieser Blitzaktion kommt lässt sich für uns nicht nachvollziehen. Klar ist aber:

mal lauter, mal leiser

(11.02.19) Wie eine gute Zukunft unserer Gemeinde gestaltet werden soll, das haben in den Arbeitsgruppen des Leitbilds viele Bürger Waldbronns sorgsam erarbeitet und sowohl untereinander als auch mit Vertretern der Politik und der Verwaltung abgestimmt.

Ein Gegenentwurf dazu wird heute nicht nur von der SPD, sondern noch lauter auch von dem Fleckenhöhen-Verein propagiert, der von ihr massiv unterstützt wird. Sein Grundgedanke: die Erschließung der 17 ha Naturfläche (etwa so viel wie Heubusch, Rück 1 und Rück 2 zusammen genommen!) würde alle Probleme Waldbronns lösen und alle Begehrlichkeiten bedienen. Dekoriert wird er z.B. mit eigenen Finanz-Theorien, kühnen Plänen und so bizarren Wortschöpfungen wie „nachhaltige Erschließung der Fleckenhöhe“ (Amtsblatt KW 6).

Zu Ende gedacht bedeutet er Urbanisierung und Identitätsverlust, Betonflut und Verkehrslawinen. Den kostspieligen Verlust von wertvoller Waldbronner Natur und Kulturlandschaft nach Bad Teinach-Zavelstein oder wo auch immer. Und den endgültigen Ruin des Gemeindehaushalts.

So sicher wie das Amen in der Kirche

(07.02.19) Kaum ist ein gemeinsames Feuerwehrhaus im Gespräch, schon lässt uns eine kleine, aber lautstarke Gruppe wissen, was angeblich der ideale Standort dafür sein solle: natürlich die Fleckenhöhe. Was auch sonst, denn zu buchstäblich jedem Thema, das in Waldbronn auf die Tagesordnung kommt, ist der Kommentar von dieser Seite so sicher wie das Amen in der Kirche: die Lösung aller Probleme soll stets die Fleckenhöhe sein (mehr dazu hier). Nach eigener Aussage ist deren Erschließung schließlich ihr Kernthema, um das sich alles dreht.

Wenn einzelne Menschen oder politische Gruppierungen alles immer nur auf ein einziges Thema beziehen, nennen Fachleute das „monothematisch“. Also das genaue Gegenteil von Offenheit, Vielseitigkeit und umsichtigen Realismus.

"Hirn frisst Gier" oder "Gier frisst Hirn"?

(23.01.19) Haben Sie schon mal vom Forschungsgebiet Neurofinanz gehört? Psychologen, Hirnforscher und Verhaltensökonomen untersuchen dort, wie unser Gehirn mit Geld umgeht. Ihr Fazit: Es ist gar nicht dafür geschaffen, denn die Evolution hat es eigentlich zum Überleben im Hier und Jetzt hervorgebracht.

Das gilt vor allem bei weitreichenden Finanzentscheidungen: die Vernunft hat da selten das Sagen, viel häufiger werden sie emotional „aus dem Bauch heraus“ getroffen. Die Erklärung der Forscher: Verluste bereiten Schmerzen wie ein Wespenstich oder der Hammer auf dem Daumen. Daher ist die spontane Reaktion darauf nicht etwa Nachdenken, sondern „Kampf oder Flucht“, und zwar jetzt und sofort! Bei Gewinnen setzt der Verstand ebenfalls aus: