Termine  

Jahreshauptversammlung Montag 19.11. / 19:00, Restaurant Toscana (Etzenrot)

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

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Bürgermeister: Raus damit! mit "Raus damit!"

(7.7.18)

Raus damit!

„Dass Waldbronn einen Teil des notwendigen Ausgleichs auf anderen Gemarkungen bewerkstelligen muss, zeigt einerseits, wie hochwertig das Plangebiet ist und andererseits auch, dass Waldbronn hinsichtlich der Siedlungsentwicklung am Anschlag ist. Ohne weiteres könnte die Gemeinde den Ausgleich auf der Fleckenhöhe durchführen.“ So heißt es in der Stellungnahme des BUND zum Bebauungsplan Rück 2.

Wie wahr, was hätte man dort nicht alles an Ausgleichsmaßnahmen bewerkstelligen können! Stattdessen wird mit den Ökopunkte-Ablasshandel für insgesamt rund 550.000€ Waldbronner Natur exportiert. Die Forderung des BUND nach Herausnahme der Fleckenhöhe aus dem Flächennutzungsplan verdient volle Unterstützung!

Das „Raus damit!“ ist längst überfällig: die Erschließung der Fleckenhöhe wäre ökonomisch und ökologisch bekanntlich blanker Unsinn. So sieht die große Mehrheit des Gemeinderats fraktionsübergreifend auch „keine Möglichkeit, wie die Gemeinde die Erschließung des Baugebiets realisieren kann, und zwar weder kurz- noch mittel- oder langfristig“ (gemeinsamer Antrag FreieWähler, Grüne und CDU Juni 17).

Ein Teil des enormen Waldbronner Flächenüberhangs würde dem gemeinsamen Flächenpool des Nachbarschaftsverbands wieder zugeführt und stände anderen Mitgliedsgemeinden zu Verfügung. So wie es kürzlich Stutensee mit ihrem durch Bürgerentscheid abgelehnten Gebiet „Lachwald“ umgehend gemacht hat.

Die Fleckenhöhe könnte wieder das werden was sie früher war: Landschaftsschutzgebiet. Wie wertvoll sie tatsächlich ist lässt sich nach dem Umweltbericht zum benachbarten, gerade mal halb so großen Rück 2 erahnen. Warum wurde der eigentlich nicht vor dem Umlegungsbeschluss eingefordert und vorgelegt?

Waldbronn muss große Herausforderungen bewältigen. Die populistischen Gier-frisst-Hirn-Parolen, mit denen einer Handvoll Realitätsverweigerer unsere Gemeinde seit Jahren überzieht, sind da destruktiv, verantwortungslos und widersprechenden dem Leitbild. Ein „Raus damit!“ würde ihnen endlich den Nährboden entziehen.

 

!!! Nachtrag vom 12.07. !!!

Im Amtsblatt der Gemeinde Waldbronn hatten wir für die Ausgabe vom 12.07. (Vollabdeckung aller Haushalte) diesen Textbeitrag vorgesehen. Auf Veranlassung des Bürgermeisters wurde er nicht veröffentlicht. Dazu teilte uns der Bürgermeisters am 09.07. per E-Mail  mit:

Sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerinitiative Unser Waldbronn,

ich möchte mitteilen, dass der zugegangene Artikel, dies  nicht zum ersten Mal, beleidigende Äußerungen beinhaltet und somit nicht veröffentlicht wird.

Leider bin  ich meiner Pflicht als Herausgeber des Amtsblattes vor Wochen nicht vollumfänglich nachgekommen und ein Artikel mit Beleidigung eines Mitbürgers aus ihrer Feder ist mir sozusagen durchgerutscht. Das darf sich nicht wiederholen!

Zum jetzigen Artikel hätte ich dennoch Fragen:

1: Welche der in unserer Kommunalpolitik verantwortlichen Personen leiden an der von ihnen benannten Gier?

2. Sind dies Gemeinderäte, meine Person als Bürgermeister und/oder Verwaltungsangestellte?

Auf Grund meiner Fürsorgepflicht, eventuell auch als Betroffener, bitte ich mir die Personen namentlich zu benennen.

So könnten wir dieser „Gier-frisst-Hirn“ Krankheit womöglich noch Herr werden und Schlimmeres für die Betroffenen (Totalverlust) verhindern.

Ich rechne fest mit Ihrer Hilfe und Ihrer Einsicht und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Franz Masino

Bürgermeister

 

Diese E-Mail haben wir zur Kenntnis genommen und merken dazu an:

  • Er hätte a) mit uns Rücksprache zu Änderungswünschen halten oder b) unseren Artikel um die von ihm beanstandete Passage kürzen können (vgl. Regelungen bei anderen Presseorganen).
  • Auskunftspflichtig sind wir einzig gegenüber unseren Vereinsmitgliedern, denen wir als die von ihnen gewählten Vorstände jederzeit gerne Rede und Antwort stehen.
  • Die Anschuldigung, wir würden in unseren Beiträgen „Mitbürger beleidigen“ weisen wir zurück (vergleiche HIER).
  • Im Gegensatz zu anderen Akteuren verfügen Bürgerinitiativen generell nur über äußerst limitierte Möglichkeiten, um zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen. Eine „spitze Feder“ ist für sie daher unerlässlich und „handelsüblich“. Zitat Frau Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg: „Bürgerinitiativen MÜSSEN struppig sein!“

 

Hier noch in paar weiterführende Links zum Thema "Neurofinanz": Zeit online, FrankfurterAllgemeine, Gerlach Report, Buchtip

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

   
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