Termine  

Jahreshauptversammlung Montag 19.11. / 19:00, Restaurant Toscana (Etzenrot)

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

Alternative für Beteiligung

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Alle müssen Mut zeigen!

(22.3.15) „Mut“ hat der Bürgermeister in seiner Neujahrsansprache von den Mitgliedern der Leitbild-Arbeitsgruppen gefordert. Ihren Mut haben diese bei der Vorstellung ihrer Gruppenergebnisse gezeigt, viel Sachlichkeit, Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl. In ihren Präsentationen bei der Bürgerversammlung wurden viele übergreifende Gemeinsamkeiten deutlich:

  • Waldbronn wird als hochwertige und naturnahe Wohngemeinde gesehen
  • die Gemeinde soll nach den Bedürfnissen der Waldbronner Bürgerinnen und Bürger weiterentwickelt werden
  • deren Beteiligung soll umfassend gewährleistet werden
  • mit allen Ressourcen soll verantwortungsbewusst und sparsam umgegangen werden - von Flächen über Energie bis zu den Finanzen
  • Bestehende Strukturen sollen angepasst und weiterentwickelt werden
  • großflächige Neuerschließungen werden nicht für erforderlich gehalten
  • für eine geordnete Innenentwicklung sollen Bebauungspläne zu den Ortskernen erstellt werden

Die gemeinsamen Ziele gilt es nun herauszuarbeiten, um die Vielzahl der angedachten Einzelmaßnahmen gewichten und zusammenführen zu können. Ohne realistischen und langfristigen Blick auf die Wahrheiten der Ausgaben- und Einnahmenseite, auf die tatsächlichen Kosten der freiwilligen Einrichtungen und die Zwangsläufigkeiten des Finanzausgleichs, wird das nicht möglich sein. Für die Wohlfühlmitte aus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit braucht es daher mehr als den Mut und die vielfältigen Kompetenzen der Bürger: den Mut von Politik und Verwaltung zu wirklicher Transparenz, zur Kommunikation und zur konstruktiven Kooperation.

Hier finden sie die zusammenfassenden Präsentationen vom 19. März mit den wichtigsten Aussagen der Arbeitsgruppen sowie deren Konzepte:

 

Nachtrag vom 26. März:

Im Gegensatz zu der sinnentstellenden Darstellung durch die Gemeinde auf ihrer Homepage und im Amtsblatt vom 26. März haben die Arbeitsgruppen weder „Forderungen“ zu einzelnen Maßnahmen aufgestellt noch wurde von ihnen in irgendeinem Zusammenhang auch nur sinngemäß die Formulierung "müssen" gebraucht. Die während der Präsentationen beispielhaft erwähnten Maßnahmenvorschläge sind vielmehr Denkanstöße für die weitere Leitbildgestaltung aus Sicht der jeweiligen Gruppe. Konkretes Beispiel:

Falsch ist z.B. die der Arbeitsgruppe Infrastruktur unterstellte Aussage, "...der Eistreff müsse bestehen bleiben". Tatsache ist: mangels Kostentransparenz durch die Gemeinde sah sich die Gruppe nicht in der Lage, definitive Aussagen über dessen Zukunft machen zu können. Die tatsächlich von ihr gewählte Formulierung  "erhalten, sofern wirtschaftlich vertretbar" verdeutlicht, dass sie es nicht als Aufgabe einer themenspezifischen Arbeitsgruppe, sondern als die des Gemeinderats und der Verwaltung ansieht, anhand geeigneter Entscheidungsgrundlagen eine mittelfristig ökonomisch, okologisch und sozial vertretbare Lösung zu finden.

Manipulationsabsicht? Oder Naivität und hemdsärmelige Unkenntnis über Strukturen und Abläufe einer Leitbildentwicklung? Fest steht: In der derzeitigen Phase des Leitbildprozesses sind Berichte, die sich maßgeblich auf einzelne der vielen Maßnahmenvorschläge beziehen, so unangebracht und destruktiv wie die sich daraus entwickelnden Detail-Diskussionen. Vom übergeordneten Ziel einer Leitbildentwicklung und der Leitbildgruppen lenken sie völlig ab:

  • erst die Verständigung auf ein übergreifendes und gemeinsames Ziel  für unsere Gemeinde,
  • dann die Abstimmung dazu passender Unterziele
  • zuletzt die Abstimmung und priorisierte Zuordnung der Maßnahmenvorschläge

Für die am 25. April vorgesehene Klausurtagung mit dem Gemeinderat bleibt zu hoffen, dass die gewählten Bürgervertreter nicht ebenfalls solche destruktiven Reflexe zeigen, sondern inhaltlich die richtigen Prioritäten zu setzen wissen! Auch für sie gilt: "Wer etwas ändern will sucht Lösungen, wer nichts ändern will sucht Ausreden."

   
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