Termine  

Jahreshauptversammlung Montag 19.11. / 19:00, Restaurant Toscana (Etzenrot)

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

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Wieder Verwirrung um die Ausgabenseite

(02.11.14) Am 29. Oktober erschien in den BNN ein Artikel zu Saisoneröffnung des Eistreffs. Unter anderem enthielt er die Aussage der Kurverwaltungsgesellschaft, dessen jährliches Defizit belaufe sich auf etwa 50.000 Euro. Was aus dem Artikel nicht ersichtlich wird: diese Summe bezieht sich ausschließlich auf die Kurverwaltungsgesellschaft, die lediglich als Betreiberin dieser Einrichtung fungiert.

Der Besitzer des Eistreffs ist jedoch die Gemeinde. Dort fällt ein fast 15(!) mal höheres Gesamtdefizit an: im Haushaltsplan 2014 ist der Zuschussbedarf in einer Höhe von netto 731.750 € ausgewiesen. Diese Summe beinhaltet kalkulatorisch korrekt alle anfallenden Kosten, darunter auch das Betriebsdefizit der Kurverwaltung. Damit ist das Eistreff die teuerste der freiwilligen Einrichtungen Waldbronns.

Verwirrung auch an ähnlicher Stelle: am 7. Mai war in der gleichen Zeitung die Aussage der Gemeinde zu lesen, sie unterstütze die freiwilligen Einrichtungen Waldbronns „direkt oder indirekt mit etwa einer Million“ im Jahr. Addiert man deren wichtigste Positionen im Haushalt zusammen, so ergibt sich jedoch 2014 - bilanztechnisch korrekt, d.h. ohne die "inneren Verrechnungen", die bei der Gemeinde verbleiben - ein Gesamtzuschussbedarf von über 3,2 Millionen €. . Eine Hitliste der Gesamtkosten für die freiwilligen Einrichtungen mit den zugehörigen Auszügen aus dem Haushaltsplan im Anhang haben wir hier für sie bereitgestellt. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag für das Amtsblatt.

Dass Zuschüsse in dieser Höhe keine Ausnahme sind, zeigen die Vorjahre: 2013 lag diese Summe bei mehr als 2,8 Millionen, 2012  bei mehr als 3.4 Millionen netto

Man wird sagen, die kalkulatorischen Kosten wären ja nicht als Geldbetrag zu bezahlen. Sie täten niemandem weh und man könne sie nicht dazu rechnen. Richtig ist: Es gibt kein "nicht-Kosten". Sie schlagen sich in der Bilanz nieder, auch wenn keine direkten Zahlungsvorgänge erfolgen.

In unserer  Aufstellung werden sie das Thermalbad vermissen. Der Grund dafür: diese Einrichtung ist nicht im Besitz der Gemeinde, sondern der Kurverwaltungsgesellschaft. Nutzungstechnisch ist ihm jedoch die Haushaltsposition "Thermalwasserversorgung" zuzurechnen. Und schauen sie mal auf das Kontenblatt „Kur- und Badebetrieb“: dort ist 2012 ein „Zuschuss Kurverwaltung Verlustabdeckung“ in Höhe von 650.000 € ausgewiesen…

Die Kurverwaltung an sich arbeitet kostenbewusst und professionell. Dennoch: Bei derart hohen Aufwendungen für die freiwilligen Einrichtungen der  Gemeinde muss man zwei Fragen stellen: „wie können wir das alles finanzieren?“ und "können wir das alles überhaupt finanzieren?"

 

   
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