Termine  

Jahreshauptversammlung Montag 19.11. / 19:00, Restaurant Toscana (Etzenrot)

Sitzungstermine des Gemeiderats und der Ausschüsse sind dem Bürgerinformationssystem der Gemeinde zu entnehmen - wenn auch  nicht immer rechtzeitig. Dazu die Tagesordnungen und Unterlagen - allerdings erst 5 Tage vorher. Die Termine vieler weiterer Veranstaltungen finden Sie im  Veranstaltungskalender der Gemeinde.

 

 

   

Alternative für Beteiligung

Wir sind Netzwerkpartner

   

Einwohnerversammlung: Trau, schau, wem!

(28.10.18) Über die Einwohnerversammlung wurde verschiedentlich berichtet. Darüber hinaus war eine Begebenheit besonders erwähnenswert:

Im Anschluss an die Darlegungen der Verwaltung gab es von den Bürgern eine Mischung aus sehr konkreten Sachfragen und persönlichen Statements (die z.T. verlesen wurden). Vorgebracht wurden dabei unter anderem Angaben zu den künftigen Auswirkungen der beschlossenen Sparmaßnahmen im Haushalt, die aus einer Antwort auf eine Anfrage an die Verwaltung stammen sollen. Darauf reagierte Kämmerers unmissverständlich: die vorgebrachten Zahlen entsprechen so nicht den Haushalts-Fakten, stammen definitiv nicht von ihm und sind von ihm auch nicht autorisiert.

Die Frage blieb offen, wer der/die Urheber der unzutreffenden Aussagen tatsächlich ist/sind. Aber einmal mehr wurde die Frage beantwortet, was im immerwährenden Kampf um die Wählerstimmen von so manchen Aussagen zu halten ist (Deren Zielsezung ist eh offensichtlich): Trau, schau, wem!

Und auch, wer der Experte in allen Fragen zum Haushalt ist: nicht einfach irgendjemand aus der Verwaltung, sondern der Kämmerer der Gemeinde. Für seine überaus kompetenten, sachlichen und verständlichen Ausführungen hatte er seinen Beifall während der Einwohnerversammlung mehr als verdient.

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Die Leitlinien sind die Messlatte

(25.10.18) Die Leitlinien aus dem Leitbild Waldbronns lauten bekanntlich wörtlich:

  • Die Infrastrukturplanung ist weitsichtig und berücksichtigt die begrenzten Ressourcen“ (Infrastruktur).
  • Waldbronn setzt baulich auf den Erhalt seiner ursprünglichen Strukturen und deren Weiterentwicklung. Das Ortszentrum wird gestärkt und weiterentwickelt“ (Bauen und Wohnen).
  • Es hat die zukünftigen Generationen im Blick und geht mit der Umwelt und den Ressourcen wie Boden, Wasser und Energienachhaltig um. Die vielgestaltigeNatur- und Kulturlandschaft wird erhalten und weiterentwickelt (Umwelt).
  • Es setzt sich für die Stärkung des ortsansässigen Handels, Gewerbes und der Dienstleistungsbetriebe ein, um die Leistungskraft der Gemeinde zu erhöhen. Die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie, Kultur und sozialer Struktur bleibt gewahrt“ (Wirtschaft).
  • Alle Bürgerinnen und Bürger finden in Waldbronn Angebote vor, die sie zur Gestaltung und Entwicklung ihres Lebens benötigen. Sie haben an der Gemeinschaft teil und gestalten diese mit. Ehrenamtliche Strukturen werden gestärkt (Soziales).
  • Es pflegt kulturelle Vielfalt, schafft lebendige Heimat und ist offen für neue Impulse (Kultur).

Leitbildgruppen, Gemeinderat und Verwaltung haben sich auf diese gemeinsamen Grundsätze für alles kommunalpolitische Handeln verständigt. Für jeden einzelnen der heutigen und künftigen Akteure in der Kommunalpolitik sind sie also die Messlatte.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie alle sich innerhalb dieser Leitplanken bewegen. Sehr eigenwillige Interpretationen, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und Fake-News, die unverkennbar immer nur das eine Ziel "Fleckenhöhe" haben, lassen jedoch an mancher Stelle einen erheblichen Mangel an politischer Kultur undRespekt vor Waldbronns gemeinsamen Werten erkennen. Eine weitere Betonflut von enormem Ausmaß wäre ökonomischer und ökologischer Frevel. Und steht in krassem Widerspruch zum Leitbild. Der damit zwangsläufig verbundene millionenteure Ökopunkte-Ablasshandel mit Waldbronns Natur erst recht!

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

 

Der Salami-Taktik-Paket-Garten

(23.7.18) Wie so oft dringt auch beim Thema Therapiegarten nur die halbe Wahrheit in die Öffentlichkeit. Was es damit wirklich auf sich hat zeigt ein Blick in die Unterlagen zur Gemeinderatssitzung vom 11.Juli: Ein „Grundkonzept der Kurverwaltungs-gesellschaft“ benennt „Projekte für eine evtl. Antragstelllung auf Förderung aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm“. Darin werden zu Netto-Kosten aufgeführt:

  • Sanierung Therapiepark 170.000 €
  • Terrainwege 35.000 €
  • Sanierung Kurparkbrücke 45.000 €

Aus diesen Teilen besteht das gewünschte Maßnahmen-Paket, für das die Gemeinde ihren Förderantrag stellen möchte. Mit dem Therapiepark hat der Gemeinderat den ersten Beschluss dazu gefasst, nun wird auch hier die bewährte Aufstockungs-Salami-Taktik greifen. Daher werden am Ende aus den jetzt beschlossenen 170.000 € mindestens 250.000 € werden. Und die Gemeinde mit netto mindestens 138.000 € im Boot sein“. Auch ein neuer Pachtvertrag zum Therapiegarten wird das ganz sicher nicht wieder einspielen können.

Die Frage muss schon erlaubt sein: Wie passt dieser Beschluss mit seinen absehbaren Folgen zu den (bisher unzureichenden) Bemühungen der Haushaltsstruktur-Kommission? Zu den Einsparungen bei Bildung und Kultur? Zu den vollgelaufenen Kellern? Kurz: zu den Kürzungen bei der sozialen und technischen Infrastruktur der Waldbronner Bürger?

Ein weiterer Bestandteil dieses Grundkonzepts ist übrigens die Sanierung desThermalbad-Vorplatzes. Zu den hierfür veranschlagten Nettokosten von 156.000 € ist ein zweiter Förderantrag erforderlich, der dann direkt von der Kurverwaltungs-GmbH als Eigentümerin des Thermalbads gestellt werden muss.

 

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Bürgermeister: Raus damit! mit "Raus damit!"

(7.7.18)

Raus damit!

„Dass Waldbronn einen Teil des notwendigen Ausgleichs auf anderen Gemarkungen bewerkstelligen muss, zeigt einerseits, wie hochwertig das Plangebiet ist und andererseits auch, dass Waldbronn hinsichtlich der Siedlungsentwicklung am Anschlag ist. Ohne weiteres könnte die Gemeinde den Ausgleich auf der Fleckenhöhe durchführen.“ So heißt es in der Stellungnahme des BUND zum Bebauungsplan Rück 2.

Wie wahr, was hätte man dort nicht alles an Ausgleichsmaßnahmen bewerkstelligen können! Stattdessen wird mit den Ökopunkte-Ablasshandel für insgesamt rund 550.000€ Waldbronner Natur exportiert. Die Forderung des BUND nach Herausnahme der Fleckenhöhe aus dem Flächennutzungsplan verdient volle Unterstützung!

Das „Raus damit!“ ist längst überfällig: die Erschließung der Fleckenhöhe wäre ökonomisch und ökologisch bekanntlich blanker Unsinn. So sieht die große Mehrheit des Gemeinderats fraktionsübergreifend auch „keine Möglichkeit, wie die Gemeinde die Erschließung des Baugebiets realisieren kann, und zwar weder kurz- noch mittel- oder langfristig“ (gemeinsamer Antrag FreieWähler, Grüne und CDU Juni 17).

Ein Teil des enormen Waldbronner Flächenüberhangs würde dem gemeinsamen Flächenpool des Nachbarschaftsverbands wieder zugeführt und stände anderen Mitgliedsgemeinden zu Verfügung. So wie es kürzlich Stutensee mit ihrem durch Bürgerentscheid abgelehnten Gebiet „Lachwald“ umgehend gemacht hat.

Die Fleckenhöhe könnte wieder das werden was sie früher war: Landschaftsschutzgebiet. Wie wertvoll sie tatsächlich ist lässt sich nach dem Umweltbericht zum benachbarten, gerade mal halb so großen Rück 2 erahnen. Warum wurde der eigentlich nicht vor dem Umlegungsbeschluss eingefordert und vorgelegt?

Waldbronn muss große Herausforderungen bewältigen. Die populistischen Gier-frisst-Hirn-Parolen, mit denen einer Handvoll Realitätsverweigerer unsere Gemeinde seit Jahren überzieht, sind da destruktiv, verantwortungslos und widersprechenden dem Leitbild. Ein „Raus damit!“ würde ihnen endlich den Nährboden entziehen.

 

!!! Nachtrag vom 12.07. !!!

Im Amtsblatt der Gemeinde Waldbronn hatten wir für die Ausgabe vom 12.07. (Vollabdeckung aller Haushalte) diesen Textbeitrag vorgesehen. Auf Veranlassung des Bürgermeisters wurde er nicht veröffentlicht. Dazu teilte uns der Bürgermeisters am 09.07. per E-Mail  mit:

Sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerinitiative Unser Waldbronn,

ich möchte mitteilen, dass der zugegangene Artikel, dies  nicht zum ersten Mal, beleidigende Äußerungen beinhaltet und somit nicht veröffentlicht wird.

Leider bin  ich meiner Pflicht als Herausgeber des Amtsblattes vor Wochen nicht vollumfänglich nachgekommen und ein Artikel mit Beleidigung eines Mitbürgers aus ihrer Feder ist mir sozusagen durchgerutscht. Das darf sich nicht wiederholen!

Zum jetzigen Artikel hätte ich dennoch Fragen:

1: Welche der in unserer Kommunalpolitik verantwortlichen Personen leiden an der von ihnen benannten Gier?

2. Sind dies Gemeinderäte, meine Person als Bürgermeister und/oder Verwaltungsangestellte?

Auf Grund meiner Fürsorgepflicht, eventuell auch als Betroffener, bitte ich mir die Personen namentlich zu benennen.

So könnten wir dieser „Gier-frisst-Hirn“ Krankheit womöglich noch Herr werden und Schlimmeres für die Betroffenen (Totalverlust) verhindern.

Ich rechne fest mit Ihrer Hilfe und Ihrer Einsicht und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Franz Masino

Bürgermeister

 

Diese E-Mail haben wir zur Kenntnis genommen und merken dazu an:

  • Er hätte a) mit uns Rücksprache zu Änderungswünschen halten oder b) unseren Artikel um die von ihm beanstandete Passage kürzen können (vgl. Regelungen bei anderen Presseorganen).
  • Auskunftspflichtig sind wir einzig gegenüber unseren Vereinsmitgliedern, denen wir als die von ihnen gewählten Vorstände jederzeit gerne Rede und Antwort stehen.
  • Die Anschuldigung, wir würden in unseren Beiträgen „Mitbürger beleidigen“ weisen wir zurück (vergleiche HIER).
  • Im Gegensatz zu anderen Akteuren verfügen Bürgerinitiativen generell nur über äußerst limitierte Möglichkeiten, um zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen. Eine „spitze Feder“ ist für sie daher unerlässlich und „handelsüblich“. Zitat Frau Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg: „Bürgerinitiativen MÜSSEN struppig sein!“

 

Hier noch in paar weiterführende Links zum Thema "Neurofinanz": Zeit online, FrankfurterAllgemeine, Gerlach Report, Buchtip

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Transparenz weiterhin unerwünscht

(22.04.18) Anders können die (Nicht-)Verlautbarungen der letzten Monate zu den Gemeindefinanzen nicht interpretiert werden:

  • Bereits im Februar müsste die diesjährige Haushaltsverfügung der übergeordneten Aufsichtsbehörde, ergangen sein. Bis dato wurde sie nicht veröffentlicht.
  • Das Ergebnis einer Überprüfung durch die Gemeindeprüfanstalt GPA wurde nur bruchstückhaft veröffentlicht.
  • Der Beteiligungsbericht 2016 der Kurverwaltungsgesellschaft hingegen wurde bejubelt.

Dessen Durcheinander an kaufmännisch bilanzierten und kameralen Zahlen sagt jedoch nichts über die Situation der Gemeindefinanzen aus. Ein Blick in den aktuellen Haushaltsplan schafft dazu zuverlässig Klarheit. Auf Seite 337 sind die wesentlichen kostenrechnenden Einrichtungen jeweils mit ihrem tatsächlichen (kaufmännisch ermittelten) Zuschussbedarf aufgeführt, darunter auch die im Auftrag der Gemeinde von der Kurverwaltungsgesellschaft betriebenen Einrichtungen:

  • Eistreff 578.000 €
  • Freibad 523.000 €
  • Kurhaus 392.000 €
  • Gesellschaftshaus 112.000 €
  • Thermalwasserversorgung 100.000 €. Diese Position ist in der Bilanz der Albtherme unberücksichtigt.

Seite 377 des Haushaltsplans 2018 mit der vollständigen Tabelle der wesentlichen kostenrechnenden Einrichtungen (Auch Musikschule, Volkshochschule usw.) finden Sie HIER.

Der „größte defizitäre Brocken“ bei den freiwilligen Einrichtungen ist für die Gemeinde ist also auch weiterhin der Eistreff. Gemeinderäte und Bürgermeister, also auch Kurbeiräte und Kurdirektor, kennen diese Zahlen nur zu gut.

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Zwangseinführung der Doppik (kaufmännische doppelte Buchführung) bei den Gemeinden zum 01.01.2020 dem intransparenten Zahlenwirrwar und der Realitätsverweigerung ein Ende setzt. Bis dahin gilt weiterhin: „Je länger das Milchmädchen rechnet, umso teurer wird’s für den Bürger“.

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Stutensee – ein Lehrstück in Sachen Demokratie und Bürgersinn

(27.02.) Das war mehr als deutlich: bei einer Wahlbeteiligung von 52,3% (höher als bei der Kommunalwahl!) haben Stutensees Bürger mit 72,4% der abgegebenen Stimmen für den Erhalt des Büchiger „Lachwalds“ gestimmt. Anlass des Bürgerentscheids vom 18. Februar war die geplante Erschließung eines Neubaugebiets, dem ca. 7 Ha dieses Waldstücks geopfert werden sollten.

Gleich zwei Bürgerinitiativen hatten sich dagegen formiert, unterstützt von weiteren Gruppen wie z.B. „Stutenseer Ärzte für den Lachwald“ sowie den Grünen.

Auf der anderen Seite eine eigens gegründete „Allianz für Stutensee" („AfS“) aus SPD, CDU, FDP und Freien Wählern. Die warb mit buchstäblich allen Mitteln für ihre geplante Abholzaktion: Aufwändige Flyer, Infobroschüren und Plakataktionen aus Steuermitteln. Darauf natürlich die universellen Heilsversprechen aller Lokalpolitiker: angebliche Wohltaten für alle und die irreführende Floskel vom „bezahlbarer Wohnraum“ – einem inhaltsleeren Politikbegriff par excellence. Vereine, Kirchen (die sich zu einer Richtigstellung genötigt sahen), Feuerwehr und Hilfsorganisationen wurden ohne deren Einverständnis ins Feld geführt. Gefakte Internetadressen tauchten im Netz auf usw. Gleichzeitig wurden die Bürgerinitiativen durch einseitige Plakatierverbote, Zensur im Amtsblatt und ähnliche Einschränkungen massiv benachteiligt.

Stutensees Bürgerentscheid hat eindrucksvoll gezeigt, dass Kommunalpolitik von gestern mit aufgeklärten und informierten Bürgern von heute nicht zu machen ist. Ein Lehrstück in Sachen Demokratie und Bürgersinn. Viele interessante Infos und Links zu den teils irritierenden Vorgängen sowie zu den AfS-„Argumenten“ gibt’s auf www.rettet-den-lachwald.de und www.lachwald-erhalten.de, den klugen Artikel „Bezahlbar heißt nicht sozial“ auf der Seite von Stutensees Grünen.

Apropos irritierend: Dr. Gerd Hager, Direktor des Regionalverbands, hatte erst kürzlich erneut jeglichen Eingriff in die Grünzäsur zwischen Waldbronn und Karlsbad abgelehnt. Den weitaus massiveren Eingriff in die Grünzäsur Lachwald jedoch gebilligt…

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

das bleibt wirklich übrig: Die Fakten zu den Gewerbesteuerlügen

(11.02.18) "Gier frisst Hirn" sagt der Volksmund. Wieder einmal wird von einigen eine altbekannte Sau durchs Dorf getrieben: statt nachhaltigen Einsparungen soll mehr Gewerbesteuer durch die Erschließung der Fleckenhöhe das Waldbronner Finanzdebakel beheben.

Das wirtschaftsnahe IFO-Institut hat einmal den Verbleib von zusätzlichen Gewerbesteuer-Einnahmen bei den Kommunen analysiert. Das Ergebnis der Finanzexperten um den bekannten Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn ist ernüchternd: Durchschnittlich über 80% davon werden durch die Umlagesysteme abgschöpft. Der klägliche Rest reicht noch nicht mal für die Folgekosten der Infrastruktur bei der Neuerschließung von Gewerbegebieten. Gewerbesteuerumlage, Kreisumlage und geringere Schüsselzuweisungen sorgen dafür, dass im Einzelfall ein Mehr an Gewerbesteuer sogar zu einem Null- oder gar Negativergebnis im Haushalt führen kann.

Eine Mio. Gewerbesteuer netto zusätzlich für Waldbronns freiwillige Leistungen? Für manche scheint Fasching das ganze Jahr zu sein. Bereits eine überschlägige Rechnung auf der Grundlage der IFO-Durchschnittswerte zeigt, wie abwegig diese Vorstellung ist: Das an sich schon üppige Aufkommen von durchschnittlich 5 Mio. brutto müsste sich dazu mal eben auf deutlich über 10 Mio. mehr als verdoppeln! Und zwar ausschließlich im Bestand, also ohne dauerhafte Folgekosten von Neuerschließungen. Mehr Infos gefällig? Lesen Sie weiter:

  • HIER die vollständige IFO-Analyse. Deren Fazit: „Im Durchschnitt fließen von einem Euro zusätzlichem Gewerbesteueraufkommen 81 Cent ab; in der Gemeinde verbleiben nur 19 Cent (Saarland). Büttner (2002) kommt für Baden-Württemberg zu ähnlichen Ergebnissen.”
  • HIER eine kurze Präsentation der Stadt Nauen zu den Wechselwirkungen des Finanzausgleichs: Aus 1,8 Mio Mehreinnahmen verblieben dort netto gerade mal 0,2 Mio = 11%!
  • HIER die Ausführungen eines Kämmerers einschließlich einer aktuellen Excel-Tabelle zum Download. Mit ihr kann der Verbleib von zusätzlicher Gewerbesteuer in bayrischen Gemeinden berechnet werden.
  • vom gleichen Kämmerer HIER ein Leserbrief

„Wir hätte keine Finanzprobleme, wenn die Fleckenhöhe erschlossen wäre und dort mehr Gewerbesteuer flösse“,  „Ein Drittel davon könnte die Gemeinde zusätzlich ausgeben“ und ähnliche Aussagen kann man also nur als haltlose Stammtischfantasien bezeichnen. Sie sind das krasse Gegenteil von Nachhaltigkeit, Leitbild und Gemeinwohl. Wer sie öffentlich von sich gibt hat keine Ahnung von Kommunalfinanzen. Oder verbreitet bewusst alternative Fakten.

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Anmerkungen:

1. Die fiskalischen Umlagesysteme haben sich seit der Erstellung der IFO-Analyse nicht verändert. Deren Ergebnisse sind somit auch heute relevant. Dabei ist davon aus zu gehen, dass einzelne Umlagen sich in ihrer Höhe mittlerweile verändert haben - jüngstes Beispiel: die Erhöhung der Kreisumlage hierzulande. Jedoch haben wir haben diesen Steigerungsfaktor der besseren Verständlichkeit wegen außeracht gelassen.

2, Die Umlagesysteme der alten Bundesländer sind zwar etwas unterschiedlich ausgestaltet, führen aber zu vergleichbaren Ergebnissen. In den neuen Bundesländern (s.o. Beispiel Nauen) ist die Gewerbesteuerumlage deutlich geringer.

Befürchtungen haben sich bewahrheitet

(6.12.17) Trotz dauerhafter Spitzeneinnahmen und dauerhafter Mahnungen der Aufsichtsbehörde hat Waldbronn mittlerweile 23 Mio. Schulden angehäuft. Weiteres Ungemach droht durch die verlorenen Prozesse gegen die ZVK. Stimmt es also doch, dass manche die Gemeinde gezielt in die Zwangsverwaltung treiben wollen? Um danach die Unschuldigen zu mimen, mit den Fingern auf andere zu zeigen und zu posaunen „hättet ihr auf uns gehört“?

Wir konnten das nicht glauben, bis wir am 22.11. im Kurhaus eines besseren belehrt wurden. Deutlicher und unmissverständlicher als Prof. Hafner hätte man die Haushaltswahrheiten nicht benennen können. Aber Als wäre man nie in der Haushalts-Struktur-Kommission zusammen gesessen,

  • inszenierte die Verwaltung eine populistische Veranstaltung (Zitat Prof. Hafner), die allen bekannten Regeln der Waldbronner Gemeinderatssitzungen widersprach. Dabei hätte die längst überfällige Aufgabe über 1 Milion pro Jahr dauerhaft und nachhaltig einzusparen maximaler Sachlichkeit bedurft.
  • wurde einfach vom Tisch gewischt, was davon nicht passte und durch altbekannte einfältige „waldbronner Finanzakrobatik“ ersetzt.
  • Prof. Hafner hatte ausdrücklich dazu aufgefordert, bei Ablehnung einer Sparmaßnahme einen Vorschlag zu machen, wo stattdessen der entsprechende Betrag eingespart werden solle. Aber bei keinem einzigen der so emotionalen Appelle für den Erhalt diverser Einrichtungen (insbesondere natürlich des Kurbetriebs) ist das geschehen.
  • die letzten Zweifel waren schließlich zerstreut, als im folgenden Amtsblatt unter dem Titel „wie konnte es soweit kommen“ ein Artikel mit dem verqueren Gedankengut der mit Abstand größten Realitäts- und Sparverweigerer erschien.

Weiterlesen: Befürchtungen haben sich bewahrheitet

Herkulesaufgabe Eistreff-Defizit

(27.11.17) Liebe Eistreff-Freunde, Respekt für Ihr leidenschaftliches Engagement im Kurhaus am 22.11.! Auch dafür, dass Sie dort klare Sachfragen gestellt haben! (Nicht wie jener ältere Herr, der die Bürgerfragestunde als Bühne für seine einfältigen und haltlosen Stammtischfantasien missbrauchte).

Sie werden sich weiter einsetzen. Sie werden die Hintergründe des Geschehens verstehen wollen und daher alle Aspekte betrachten. Tun Sie das ausgiebig und kritisch, schauen Sie genau hin. Sie werden die Erfahrung machen, die schon viele Waldbronner Bürger gemacht haben (z.B. Leitbild-Mitwirkende, Förderer diverser Einrichtungen etc.): vieles ist gut versteckt im undurchdringlichen Geflecht aus Politik, Verwaltung und Kurverwaltung. Im Theater der Kommunalpolitik sind auch Sie nur Statisten, die man je nach Bedarf inszeniert

Weiterlesen: Herkulesaufgabe Eistreff-Defizit

Verschiedenes

+++ lesen Sie auch die aktuellen Infos und Links zu Waldbronn auf www.zukunft-waldbronn.de +++

Haushaltskonsolidierung: wo die Ausgaben im desolaten Haushalt besonders aus dem Ruder laufen hat vor der Sommerpause Prof. Hafner von der Kommunalberatung Kehl aufgezeigt. Und auch, wer welche Hausaufgaben zu machen hat: die Verwaltung muss das unumgängliche Sparpaket erstellen. Bis jetzt ist nichts davon erkennbar. Zudem verwies er darauf, dass auch seine Zahlen aus Sicht der Neuen Kommunalen Haushaltsplanung (Doppik) nochmals um einiges dramatischer ausfallen.

Weiterlesen: Verschiedenes

Weitere Beiträge...

  1. Auf den Punkt gebracht
  2. Das sollte man wissen:
  3. Großer Bahnhof für Steinmeier
  4. Es war abzusehen...
  5. Analyse geprüft: "Empfehlung" voll daneben!
  6. ANTRAG ZUR FLECKENHÖHE - WIR SAGEN DANKE !!!
  7. Beschlussvorlage zur Gemeinderatssitzung – Gemeinderäte angeschrieben
  8. Waldbronns Finanzdebakel: Wer nichts weiß muss alles glauben
  9. "Der Bürgermeistermacher" - Sendung verpasst? Kein Problem!
  10. Scheinheiliges Manöver um die Fleckenhöhe
  11. Wohnungen statt Bäume? Bürgerinitiative zur Rettung des Lachwalds in Stutensee gegründet
  12. Aulendorf, wir kommen!
  13. Schwarz auf weiss: Die amtliche gelb-rote Karte
  14. Die Wahlanalyse des Bürgermeisters
  15. Chapeau, Herr Berggötz!
  16. +++ Aktuelles zur Bürgermeisterwahl am 12. März +++
  17. Butter bei die Fische: 15 Fragen an die Kandiat/inn/en
  18. Weiter wie die Herren wünschen
  19. Bürgerinfo zum Rück2 - Pflicht erfüllt, weiter geht’s
  20. Jahreshauptversammlung vom 30.11.
  21. Das Trauerspiel geht weiter
  22. Bürgemeisterzahlen vs. fachgerechte Kosten-Nutzen-Analys: machen Sie sich ihr eigenes Bild!
  23. Das Armutszeugnis "Kosten-Nutzen-Rechnung"
  24. §34 Baugesetzbuch - "Fluch und Segen"
  25. Baukultur ist Lebensqualität
  26. Gemeinderatssplitter
  27. Bedarf auf unabsehbare Zeit gedeckt
  28. Was der Brexit mit Waldbronn zu tun hat
  29. Beteiligungspraxis ganz konkret
  30. Ausgebuchter Themenabend Bürgerbeteiligung
  31. Wie geht eigentlich Bürgerbeteiligung? Wie machens andere?
  32. Aktionsgemeinschaft „Gemeinsam für Waldbronn“ gegründet
  33. Ausgaben minus Einnahmen = Zuschussbedarf
  34. Gaaanz großes Kino!
  35. Wer lesen kann ist immer klar im Vorteil
  36. Aktuelles vom Leitbild
  37. Amtliche Bevölkerungsvorausrechnung im Überblick
  38. Leitbild - gelingt die Schadensbegrenzung?
  39. Krisen sind Chancen
  40. Was bewegt die Bürger in der Bahnhofstrasse? Arbeitskreis „Willkommen in der Bahnhofstraße“ bat zum Interview
  41. RICHTIGSTELLUNG
  42. Das sind keine Geschenke, sondern Gesetze
  43. Jahreshauptversammlung mit vielen Infos und Themen
  44. 2014: im Einnahmenvergleich wieder mal Spitzenklasse
  45. Rück 2 – „Alarmstufe rot“ für die Fleckenhöhe
  46. „Mitmachen, mitreden und mitentscheiden“
  47. Auf Auf die Gemeinde einwirken – aber wie?
  48. Doch noch ein Alternativkonzept!
  49. Mehreinnahmen - die „kalte Dusche“ folgt
  50. Hochwasserschutz nach dem St.-Florians-Prinzip
  51. Alle müssen Mut zeigen!
  52. 22 plus 31 macht 230
  53. Das Sinnvolle vom Machbaren trennen
  54. Das Märchen vom wirtschaftlichen Stillstand
  55. Neue Broschüre "Unternehmensstandorte zukunftsfähig entwickeln"
  56. Haushalt 2015 - same procedure as every year
  57. Interkommunales Gewerbegebiet auf der Überholspur
  58. Die zwei grundverschiedenen Sprachen der Gemeindefinanzen
  59. Wieder Verwirrung um die Ausgabenseite
  60. "Cows don´t go to school"
  61. Wissen heißt nicht glauben müssen - Beitragsserie zu steuerlichen Kosten und Nutzen von Baulandstrategien
  62. Präsentationsgrundlagen "Aspekte der Flächeninanspruchnahme" - bedienen Sie sich!
  63. Neue Bevölkerungsvorausrechnung des Statistischen Landesamts
  64. Die Legende von den Steuermehreinnahmen
  65. Niedrigstzinsen - Schäuble befürchtet Immobilienblase
  66. Daten veraltet & Prognosen unrealistisch – unser Schreiben an den Nachbarschaftsverband
  67. 2013 wieder nicht untergegangen, sondern Topverdiener!
  68. Gemeinderatswahl 2014 - rückwärtsgewandte "Visionen" erneut nicht mehrheitsfähig
  69. Freibrief für willkürliche Zensu
  70. Eigene Prioritäten und Interpretationen
  71. Nicht reden, sondern handeln
  72. Regeln für unsere Veröffentlichungen bis zur Kommunalwahl stehen fest / 29.04.2014
  73. Wahlaufruf im Amtsblatt von Gemeinde nicht veröffentlicht / 15.04.14
  74. Alle Wahlvorschläge genehmigt / 14.04.14
  75. Workshop „Alle an einen Tisch“ - Neue Ansätze für Bürgerbeteiligung in Offenburg / 11.04.14
  76. Erfolgsmodell Bürgerbahnhof Sulzfeld / 23.03.14
  77. Beitrag für Amtsblatt KW 12 nicht veröffentlicht / 20.03.14
  78. Karlsruher Stadtrat erzwingt Kurswechsel bei der regionalen Gewerbeflächenpolitik / 04.03.14
  79. Die verzerrte öffentliche Wahrnehmung des WS e.V. / 17.02.14
  80. Kontrollierte Bürgerbeteiligung / 09.02.14
  81. Nur die halbe Wahrheit zur Einwohnerentwicklung / 08.02.14
  82. Baulückenkataster wenig aussagekräftig - "FLOO" bietet sich an / 07.02.14
  83. Eindeutiges Umfrage-Ergebnis / 26.01.14
  84. Staatssekretärin Gisela Splett MdL informierte über Flächenmanagement und Innenentwicklung /11.12.13
  85. Einnahmen Waldbronns 2012 besser als erwartet 7.11.13
  86. Jammern auf höchsten Niveau / 27.10.13
  87. Die Vorschläge des Wirtschaftsbeirats - mehr Fragen als Antworten / 16.10.13
  88. Tschüss Baugebiete - Landesregierung begrenzt Flächenverbrauch ("Der Sonntag"/Freiburg vom 8.9.) / 11.09.13
  89. Gemeinderatssitzung und Landschaftskonferenz des NVK / 21.07.13
  90. Netzwerke sinnvoll nutzen / 15.07.13
  91. Zum einjährigen Bestehen starke Partner gewonnen / 04.07.13
  92. Die Irreführung der Öffentlichkeit in Sachen Fleckenhöhe geht weiter / 26.06.13
  93. 26.06.13 wichtige Gemeinderatsbeschlüsse
  94. Fehler oder Absicht? Nur ein Bewerber fürs Entwicklungskonzept / 16.06.13
  95. Weder Wunschkonzert noch Glaubensfrage / 13.06.13
  96. Der Blick muss endlich nach vorne gehen! / 08.06.13
  97. Planungshoheit ist keine Planungsfreiheit / 23.05.13
  98. Nachbarschaftsverband: bisherige Flächenpolitik „aus dem vergangenen Jahrtausend“ / 09.05.13
  99. Erfolgreiche Innenentwicklung – ein Beispiel / 25.04.13
  100. Informationsquelle von der Verwaltung endlich benannt / 20.03.13
   
© Unser Waldbronn e.V.